Kurztipp: Datei löschen unter Gnome3

Wer unter Gnome3 eine Datei oder einen Ordner in den Müll befördern möchte, wird sich zunächst wundern: Das Tastenkürzel “Entf” zeigt keine Reaktion. Tatsächlich spring Nautilus unter Gnome3 erst durch die Tastenkombination “STRG+Entf” in den Abfallbeseitigungsmodus.

Um das zu ändern, kann kurzzeitig die Option “can-change-accels” mit dem dconf-editor (der unter Umständen noch nachinstalliert werden muss) aktiviert werden. Diese findet sich im Pfad “org.gnome.desktop.interface”. Ist das entsprechende Häckchen gesetzt, wird in Nautilus eine beliebige Datei markiert. Danach wird der Mauszeiger im Menü Bearbeiten auf den Punkt In den Müll verschieben gesetzt – ohne zu klicken. Es kann nun eine neue Tastenkombination festgelegt werden – in unserem Fall durch das Drücken von “Entf” (ggf.  zwei Mal drücken).

Die Option “can-change-accels” kann danach wieder deaktiviert werden.

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11 Kommentare.

  1. hmmm, was wohl der sinn hinter dieser veränderung ist? maximale verwirrung der user?
    zum dateien öffnen dann strg+alt+f8 bis f12 halten und schnell rechts, links, rechts klicken…

  2. Ja, hat mich auch etwas gewundert. Ich versuche ja aufgeschlossen gegenüber der neuen Oberfläche zu sein – und eigentlich kann ich es auch durchaus empfehlen. Ich habe aber auch ein wenig den Eindruck, dass – wie bei KDE 4.0 damals – die Sache noch in der Mache ist. Zwar lässt sich Gnome3 schon produktiv einsetzen – einige Design-Entscheidungen werden aber sicher nochmal überdacht. Wie etwa der Umstand, dass standardmäßig kein “Shutdown”-Knopf verfügbar ist: Um den Rechner runterzufahren, muss man im User-Menü die Alt-Taste gedrückt halten. Dann wird aus der Option “Bereitschaftsmodus” die Option “Herunterfahren”…. schon irgendwie lästig.

  3. >>Um den Rechner runterzufahren, muss man im User-Menü die Alt-Taste gedrückt halten. Dann wird aus der Option “Bereitschaftsmodus” die Option “Herunterfahren”…

    Genial, ein normaler User kann Gnome3 nicht mehr ausschalten, wie bescheuert sind die eigentlich?

  4. Die einzigste Hoffnung in meinen Augen ist Ubuntu Gnome Remix. Ein Ubuntu mit Gnome3 und bereit willigen maintainern die die wünsche der Community gegebenenfalls umsetzen.

    Freue mich schon auf den 15 des kommenden Monats. UGR rockt! :cool:

  5. Die Taste “Entf” zu deaktivieren ist :shock: Warum steht da wohl “Entf” drauf?

    Oder meint man wieder der Benutzer könnte aus versehen auf die Taste kommen, wie bei Strg+Alt+Backsp damals? :roll: Noch sicherer geht es doch nicht, die Datei landet doch im Mülleimer und nicht im Nirvana!

    Es kann ja sein, dass Benutzer unerfahren sind. Aber blöd! sind sie in 99% der Fälle doch nicht!

  6. Ist ja auch irgendwie doppelt-gemoppelt: Der Mülleimer ist als solcher ja schon gewissermaßen eine “Sicherheit”. Das Zusätzliche Drücken von STRG ist da echt überflüssig.

  7. Danke für den Tipp!

    Ein Problem gibt es dann allerdings:
    Wenn man eine Datei im Dateimanager umbenennt und dabei Zeichen nicht mit Bacjkspace sondern mit Entfernen löscht, dann wird dabei gleich die ganze Datei in den Müll verschoben.

    Gibt ne “lustige” Fehlermeldunbg weil er dann versucht, eine bereits nicht mehr vorhandene Datei umzubenennen.

    Irgendwelche workarounds hierzu?

  8. Kann ich bestätigen. Das ist nun wirklich ein blöder Fehler. Vermutlich konnten sie das nicht beheben und haben darum STRG+DEL zur neuen Löschen-Taste bestimmt.

    Wäre das auch geklärt *facepalm*

  9. Hauptaufgabe der Linux-Community ist es inzwischen, die Benutzung des Systems durch “Unwürdige” und Normalos zu verhindern.Deswegen darf nichts so funktionieren, wie man es erwarten sollte.
    Die Gnome-3-Werbung “All in one place” bedeutet dementsprechend, dass alle Funktionen quer über den ganzen Bildschirm verstreut sind, während sie vorher oben im Panel konzentriert waren.Ergonomie ist eben eine Geheimwissenschaft.

  10. Danke für den Post. Unter Fedora 15 werden Dateien beim Umbenennen nicht mehr gelöscht.

  11. Unter Gnome 3.2 ist dieser Bug behoben, Dateien werden wieder mit „Entf“ gelöscht (jedenfalls unter Ubuntu 11.10 Beta)

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