Thema der GnomeShell ändern

Mit der “user theme” Erweiterung für die GnomeShell lassen sich Themen sehr einfach wechseln. Prinzipiell muss dafür nur mit “dconf” der Schlüssel “/org/gnome/shell/extensions/user-theme/name” geändert werden. Damit die Erweiterung die Themen auch findet, müssen diese zuvor im Ordner “~/.themes” abgelegt worden sein.

Um nun das Thema zu ändern, genügt es, folgenden Befehl in der Konsole abzusetzen:

dconf write /org/gnome/shell/extensions/user-theme/name "'DarkGlass'"

Ebenso könnte mit dem Werkzeug “dconf-editor” der entsprechende Schlüssel angepasst werden.

Weil dieses Vorgehen doch eher umständlich ist, gibt es die Erweiterung “themeselector“, die die Möglichkeit, das Thema zu ändern, direkt in die GnomeShell integriert.

Leider scheint diese Erweiterung noch nicht mit der aktuellen Version der GnomeShell lauffähig zu sein und da es nicht mit einer einfachen Anpassung der Versionsnummer in der Datei “metadata.json” getan war, habe ich ein kleines Python-Skript geschrieben, das ebenfalls in der Lage ist, die GnomeShell-Themen auf die Schnelle zu ändern.

Das Skript findet sich hier auf GitHub und sollte mit Python2 und Python3 lauffähig sein. Voraussetzung ist natürlich die Installation der oben erwähnten und verlinkten Erweiterung “user theme”. Außerdem müssen die Bibliotheken für die Anbindung von Python an die GObject-Introspektion installiert sein, unter Ubuntu oder Arch sind diese beispielsweise im Paket “python-gobject” bzw. “python-gobject2″ zu finden.

Wer schnell mal ein paar Shell-Themen ausprobieren möchte, kann ja einen Blick darauf werden.

//edit: Wie Christoph in den Kommentaren erwähnt, steht diese Funktion auch über das “gnome-tweak-tool” zur Verfügung; da das die meisten Shell-Nutzer wohl installiert haben dürften, besteht natürlich kaum Bedarf für ein zusätzliches Skript :) .

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5 Kommentare.

  1. Wieso benutzt du nicht “gnome-tweak-tool”?

    OK, ob das bei Ubuntu dabei ist, weiß ich nicht – bei ArchLinux gibt es das zumindest.

  2. Hi,

    danke für den Hinweis, benutze hier auch Arch. Und ja, es ist so einfach wie frustrierend: Ich habe es übersehen und nur die ComboBox fürs Fensterthema gesehen. :/

  3. Bei Ubuntu gibts das auch – zum Nachinstallieren.

    PS: warum nicht einfach “Theme” mit „Aussehen“ übersetzen? eine Desktop-Oberfläche kann doch kein „Thema“ haben.

  4. Naja, “Aussehen” finde ich auch nicht besonders günstig, weil dann bspw. die Formulierung “Aussehen runterladen” etwas merkwürdig klingen würde. Außerdem finde ich, dass “Aussehen” nicht den konzeptionellen Gedanken abdeckt, dass es sich bei einem “theme” eben um ein zusammengehöriges, nach bestimmten gestalterischen Kriterien entworfenes “Thema” des Desktops handelt.

    Und so gesehen kann eine Desktop-Oberfläche eben doch ein Thema haben – eben im Sinne eines Motives / Leitmotives bzw. eines bestimmten Charakteristikums oder vielleicht sogar einer bestimmten Ästhetik.

    Darüber kann man sicher gut streiten und ich behaupte nicht, dass “Thema” eine ideale Übersetzung ist. Andererseits sind “theme” und “Thema” schon sehr miteinander verwandt. So gesehen handelt es sich mMn in keinem Fall um einen “false friend”.

    Unterm Strich ist die Übersetzung jetzt aber auch nicht so unüblich, dass sie völlig abzulehnen wäre, immerhin wird sie auch bei Wikipedia aufgeführt (http://de.wikipedia.org/wiki/Thema).

  5. Gnome 3 und die Gnome Shell wird ja immer wegen seiner Einfachheit gelobt, weil man eben nicht so viele Konfigurations- und Verstellmöglichkeiten hat wie in KDE oder anderen Desktop-Environments.

    Nun ist es aber schon soweit, das dem User für das Ändern simpelster Sachen das Installieren von Zusatzpaketen und Tweaktools zugemutet wird. Und das soll wirklich einfacher und intuitiver sein? Irgendwie beisst sich hier die Katze selbst in den Schwanz…

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