Tiling in der Gnome-Shell mit ShellShape

ShellShape ist eine Erweiterung für die Gnome-Shell und erweitert diese um Tiling, also das überlappungsfreie Anordnen von Fenstern. ShellShape besteht streng genommen aus zwei Teilen: Der Gnome-Shell Extension und einem Fork von Mutter, dem Compositing- und Fenstermanager der Gnome Shell. Um zu verhindern, dass die Installation von ShellShape direkt die Originalversion von Mutter von der Platte fegt, wird auf der Seite des Projekts die Verwendung von ZeroInstall empfohlen, da der Konflikt so vermieden wird und die Systemdateien unangetastet bleiben.

shellshape demo von Tim Cuthbertson auf Vimeo.

Ich habe die Pakete allerdings über das Arch User Repository bezogen, aktuelle PKGBUILD-Dateien finden sich in den Kommentaren der jeweiligen Pakete.

Nach erfolgreicher Installation sollte die Gnome-Shell neu gestartet (Alt+F2, dann das Kommando “r” absetzen) und die ShellShape Extension aktiviert werden. In der Leite oben erscheint dann ein neuer Eintrag. Hier kann zwischen normalen Modus (“Floating”) und Tiling (merkwürdiger Weise übersetzt mit “Horizontal”) gewechselt werden. Das ist schonmal eine ganz gute Sache, da so schnell und bequem zwischen den beiden Modi gewechselt werden kann, abhängig davon, was und wie man gerade arbeiten möchte.

Wie von anderen Tiling-Managern gewohnt, bietet auch ShellShape eine ganze Reihe von Tastenkombinationen, mit denen die Fenster vergrößert, verkleinert und ausgetauscht werden können. Grundsätzlich funktioniert das Ganze auch wie erwartet. Allerdings hatte ich doch den Eindruck, dass es öfter zu Problemen und Darstellungsfehlern kommt, wenn man Fenster vergrößert / verkleinert / verschiebt oder sich sogar mit der Maus daran zu schaffen macht. So war es für mich dann doch öfter umständlich und müßig, das Layout zu erreichen, das intendiert war.

Hier könnte etwas mehr Einarbeitungszeit sicher Abhilfe schaffen. Insgesamt erscheint mir die Idee sehr attraktiv, einen modernen Desktop mit Tiling-Funktionen zu versehen, die je nach Anwendungsfall ein- und abgeschaltet werden können. Das macht viel Spaß, wenn man für bestimmte Arbeiten die Tiling-Funktionen möchte, ansonsten aber eher im Normalbetrieb unterwegs ist. Allerdings hatte ich dann doch den Eindruck, dass besonders die Mausbedienung der Tiles noch nicht ganz ausgereift ist – und das wäre mMn wirklich sinnvoll, wollte man die Gnome-Shell tatsächlich mit Tiling verheiraten. Auch die Unterstützung zweier Monitore im TwinView-Betrieb ließ in meinem kurzen Test zu wünschen übrig.

So gesehen kann ich einen kurzen Test durchaus empfehlen. Für eine dauerhafte Verwendung ist die Erweiterung zur Zeit wohl noch nicht ausgelegt, sogar die offizielle Seite rät davon ab.

Kommentar schreiben

3 Kommentare.

  1. Lässt sich bei mir nicht installieren:

    Generating and caching the translation database
    Merging translations into mutter.desktop.
    GISCAN Meta-3.0.gir
    meta/util.h:104: Warning: Meta: meta_free_gslist_and_elements: argument list_to_deep_free: Missing (element-type) annotation
    meta/util.h:106: Warning: Meta: meta_show_dialog: argument columns: Missing (element-type) annotation
    meta/util.h:106: Warning: Meta: meta_show_dialog: argument entries: Missing (element-type) annotation
    core/screen.c:3247: Warning: Meta: meta_screen_get_startup_sequences: return value: Missing (element-type) annotation
    core/display.c:5097: Warning: Meta: meta_display_sort_windows_by_stacking: return value: Missing (element-type) annotation
    :: Fatal: Meta: warnings configured as fatal

  2. Hm, sieht für mich recht nichtssagend aus, leid…

  3. Yet another tiling extension | danielnoegel.de - pingback on 20. Januar 2013 um 12:53

Kommentar schreiben


Hinweis - Du kannst dies benutzenHTML tags and attributes:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackbacks und Pingbacks: