Archiv nach Kategorien: Jamendo

Jamendo-Perlen IV

Free music for professional licensing

Jamendo-Perlen III

Talco findet sich auch schon seit längerer Zeit in meinen Favoriten. Die Musik dieser italienischen Band lässt sich wahrscheinlich irgendwo zwischen Ska und Punk einordnen. Ich bin nicht unbedingt ein Fan dieses Genres – aber in diesem Fall machen wir einfach mal eine Ausnahme.

Jamendo-Perlen II

Ich sehe schon: Eigentlich muss man daraus eine eigene Rubrik machen. Diesmal: SlogaN mit Démo 1. Mit hat besonders das zweite Stück recht gut gefallen.

Jamendo Pro und Creative Commons

Ich bin ja ein großer Freund von Jamendo, wundere mich aber doch etwas über diesen FAQ-Eintrag:

Q: Ein Titel wird unter Creative-Commons-Lizenz BY oder BY-SA veröffentlicht: Warum soll ich in diesem Fall eine Lizenz von Jamendo PRO kaufen?

A: Die Creative Commons Lizenzen BY und BY-SA besagen, dass die Künstler nichts gegen die kommerzielle Verwendung ihrer Musik einzuwenden haben, was aber nicht bedeutet, dass sie auf ihre Entlohnung verzichten.

Dieser Teil der Antwort ist doch recht irreführend: So wie ich die Creative Commons interpretiere, räumt ein Urheber, der sein Werk unter CC-by-sa oder CC-by lizensiert, dem Nutzer explizit (auch) die Möglichkeit zur kommerziellen Verwertung des Materials ein, wenn sich der Nutzer an die anderen Bedingungen hält – also etwa Namensnennung und ShareAlike. In dem geschilderten Fall gibt der Urheber das Werk also zur kommerziellen Nutzung ohne Gegenleistung frei, solange seine Bedingungen eingehalten werden.

Natürlich bedeutet das nicht, dass der Urheber grundsätzlich nicht auch Geld für seine Arbeit nehmen würde oder man nicht auch die kompletten Rechte an dem Werk – ohne ShareAlike – erwerben könnte. Aber prinzipiell darf man seine Arbeit kommerziell nutzen.

So entsteht aber der Eindruck, Jamendo Pro profitiert nicht nur von der Rechtsunsicherheit bei den Nutzern, sondern trägt zu dieser Rechtsunsicherheit (ich will jetzt gar nicht behaupten mit Absicht) bei. Dieser Eindruck verstärkte sich bei mir, als ich in der Antwort weiter las:

Die Lizenz von Jamendo PRO garantiert Ihnen juristisch einwandfrei, dass Ihre kommerzielle Verwendung der Musik (Beschallung von Multimediaprojekten) keine Ansprüche von Verwertungsgesellschaften(wie der GEMA) nach sich ziehen wird.

Der einfache Download eines Tracks auf jamendo.com reicht nicht aus, um juristisch zu beweisen, dass die Künstler keiner Verwertungsgesellschaft angehören.
Wenn Sie bei Jamendo PRO eine Lizenz erwerben, erhalten Sie ein Zertifikat, das Sie bei einer Kontrolle den Verwertungsgesellschaften vorlegen können. Dieses Zertifikat wird von den Gesellschaften anerkannt.

Ein Projekt wie Jamendo sollte nach meiner Auffassung für freie Musik oder freie Inhalte allgemein einstehen. Der Ableger Jamendo Pro scheint aber mit der derzeitigen verzwickten – und eigentlich unbefriedigenden – Situation mit der GEMA ganz gut leben zu können. Stichworte wie “Ansprüche der Verwertungsgesellschaften nach sich ziehen”, “juristisch beweisen” und “Zertifikat vorlegen” tragen nicht gerade dazu bei, die Sache der CC zu fördern. Im Gegenteil: Es entsteht der Eindruck, dass die Freiheiten der CC eigentlich wertlos sind und ich nur durch das Zertifikat von Jamendo Pro diese Musik kommerziell und öffentlich nutzen kann.

Besonders schlimm ist das, weil schon länger Berichte kursieren, nach denen die GEMA vorgibt, von diesen “Zertifikaten” nichts zu wissen. Meine Sympathien liegen in diesem Fall natürlich bei Jamendo und ich gehe mal davon aus, dass die GEMA sich absichtlich “dumm” gestellt hat. Punkt ist aber, dass die GEMA darauf besteht – und nach der derzeitigen Rechtsprechung anscheinend auch darauf bestehen kann – von jedem Veranstalter, der öffentlich Musik darbietet, einen Nachweis über die verwendete Musik zu bekommen. Ist die Musik GEMA-frei, muss der Veranstalter den entsprechenden Nachweis erbringen. Und wenn die GEMA darauf besteht, für jedes gespieltes Lied das Formula GEMA-Xz208 (oder wasweißich) ausgefüllt zu bekommen, dann bringt mir mein Jamendo-Zertifikat auch erstmal nichts.

Dieser Umstand findet auf Jamendo Pro allerdings keine Erwähnung. Bei allem Verständnis dafür, dass man neue Betriebswege erkunden will: Das halte ich nicht für das beste Vorgehen.

Jamendo-Perlen

Bei Jamendo findet man nicht nur passable Musik – manchmal stößt man wirklich auf herausragende Sachen. So viel mir gestern Diablo Swing Orchestra mit dem Album “The Butcher’s Ballroom” auf. Unabhängig davon, was man nun konkret von diesem Genre hält – es ist einfach gut gemacht.